4s

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tapp tapp schnipp schnapp

Auf leisen Pfoten schlich ich vorbei. Vor, zurück. Erwischt. Ein Blick erhascht. Rasch rausche ich weiter. Halte inne. Kopf zurück. Miau? Umschmeichle. Umtänzle. Gurre. Summe. Throne. Bin noch nicht niedlich genug. Maunze. Entscheide mich für Fellpflege. Schnipp, schnapp. Haare ab. Bin ich nun niedlich genug? Miau...

allgrey

Lauwarme heiße Schokolade

Never forget. If you want hot chocolate, don´t be satisfied with instant cacao. Never.

Soll heißen, viel zu oft geben wir uns mit etwas zufrieden, was nur nahe an das rankommt, was wir eigentlich wollen. Gehe ich in ein Lokal und freue mich riesig auf einen Becher heiße Schokolade und bekomme dann Instant-Kakao vorgesetzt - was mache ich dann? Ich bin enttäuscht, klar. Aber begnüge ich mich mit dem faden Abklatsch dessen, was ich eigentlich möchte? Oder gebe ich das Gesöff zurück und gehe. Gehe dorthin, wo ich die richtige heiße Schokolade bekomme? Das was ich möchte. Was ich mir wert bin. Was ich verdiene. Ich habe allein die Wahl. Mich dafür zu entscheiden, womit es mir gut geht. Manchmal mag der Instant-Kakao genug sein. Für die schnelle Befriedigung zwischendrin. Aber auf Dauer wollen wir doch alle die heiße Schokolade, oder?

Be careful what you wish for.

Sei eigenständiger! Hast du gefordert.
Sei aktiver! Hast du befohlen.
Sei nicht so abhängig von mir! Hast du gemahnt.
Sei konsequenter! Hast du gedroht.
Erlebe mehr ohne mich! Hast du beschlossen.
Und ich tat wie mir geheißen.
Ich ward eigenständiger.
Ich wurd´ aktiver.
Ohne Dich.
Ich ging. Ohne Dich. Und blickte nicht zu dir zurück.
Zu dem, der jeden Plan mit mir machte, jede freie Minute mit mir verbrachte.
Zu dem, der eigentlich nicht ohne mich sein wollte.

 

my mean little cat

My mean Cat

 

Die fiese kleine Katze,

lässt sich gerne kraulen

doch plötzlich haut dich ihre Tatze

nicht sanft, nicht nett

mit ihren Krallen

jagt sie dich aus deinem eignen Bett

Zuviel Vertrauen musst du bei ihr büßen

Liegt sie dir auch noch so sehr zu Füßen

Zeigt sie dir ihren Bauch

Lädt dich ein mit ihr zu schmusen

plötzlich – Ratsch! AUTSCH!

Gehst du dann weg, drehst ihr den Rücken zu

Kommt sie schnurstracks an, im Nu

liegt sie auf dir drauf, voll Wonne

als wär sie deine eigene Sonne

Gibt Wärme und Behagen

Vergessen das Schlagen

der Tatzen von eben

So ist das Leben

mit der fiesen Katze...

So ist das Leben auch mit Dir...



white wall

Ich bin deine weiße Wand

Du vergleichst mit permanent

mit jemandem, den ich nicht 'mal kenn'

ich komm' so gut dabei weg

und fühl' mich dennoch furchtbar schlecht

 

Ich bin deine weiße Wand

du nennst mich schlampig

Ich nenn' das entspannt.

 

Ich bin deine weiße Wand

du siehst mich als stämmig an

Ich nenn' das gertenschlank

 

Und wenn sie vollgeschrieben ist

wirst du weiterziehen

und das Buch von vorn beginnen..

 

Ich bin deine weiße Wand

und ab und an auch deine rechte Hand

du malst Sachen auf mich drauf

und drehst am falschen Knauf

die Tür ist zu.

Und geht nicht wieder für dich auf.

Juni, 2013

Sunday Week # 4+5

Man könnte meinen, ich schreibe nur noch Sonntagsposts, wenn mich was aufregt. Vermutlich stimmt das sogar. Bis auf wenige Ausnahmen bin ich von Menschen langsam nachhaltig verstört. Ohne dass sie es böse meinen, zeigen mir Menschen, wie man mit mir nicht umgehen sollte. Ich kann es nicht verstehen, wenn sich mir unbekannte Leute aufdrängen. Nach meinem Privatleben fragen. Ist ja nicht so, als würde ich hier nicht genug Preis geben.
Aber eben in einem anderen Rahmen. Leute insistieren. Fragen nach. BOHREN nach. Fragen Dinge, die die eigenen Familie nicht fragt. Und die besten Freunde auch nicht. Und ich sitze hier, ein harmoniebedürftiger, vorsichtiger, hochsensibler Mensch. Der diplomatisch bisher den Weg durchs Leben ging. Der Achtung zeigte Respekt. Höflich war. Und muss plötzlich damit klarkommen, dass pure Ehrlichkeit angesagt ist. Ungefiltert. Wenn ich mir denke "Halt deine Klappe, das interessiert mich nicht" habe ich früher gelächelt, genickt, mir sogar versucht Teile zu merken. V.a. wenn ich das Gefühl hatte, dem Gegenüber ist das wichtig. Und jetzt? Sage ich "Sorry, interessiert mich nicht. Ich brauch meinen Kopf für was anderes". Ich frage mich, ob mir das mehr weh tut als dem Gegenüber. So rüde wie meine Gedanken oft sind, so nett war ich dennoch. Weil ich keinen Grund sah, anders zu sein. Dass mir aber langsam alle auf der Nase rumtanzen gefällt mir so gar nicht. Logische Konsequenz? Jetzt bin ich dran. Nur ich.

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