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Das Pommes Paradoxon

"Ich lass doch keinen Kiffer an meinen Laptop!" - maule ich entrüstet... "wer weiß, was der da alles fabriziert..."

"Ne, meine Pommes ess ich nur knusprig! Die werden vor Ort gegessen oder gar nicht. Is so!" - behaupte ich und mache meinen Willen klar.

"Zum Friseur? Bist du wahnsinnig? Weißt du, was der meinen Haaren wieder möglicherweise antut?!?"  Da greife ich lieber selbst zur Schere.

- "Natürlich weiß ich das. Ich kenn dich ja. Aber schau mal... B. lässt du seit 2 Jahren in dein Herz. Immer und immer wieder. Du schmeißt ihn raus, lässt ihn wieder rein. Er bricht dir Tag für Tag aufs Neue das Herz. Klar ist er auch nett zu dir und hat seine guten Seiten. Aber was überwiegt? Du bist ausgelaugt, brauchst Pausen. Das ist keine Freundschaft und schon gleich gar nicht mehr. Egal WIE lieb er manchmal zu dir ist.
Weißt du, Schätzchen, mittlerweile weißt du sehr genau, wie du dein Essen magst, wie du deine Haare selber schneidest und sagst auch so ganz oft mal Nein. Aber wenn es um B und deine Gefühle geht, da bist du ein Lemming. Du wirfst dich mit voller Wonne in den Abgrund und wunderst dich, wieso du so hart aufschlägst. Du stellst dich als Zielscheibe wie beim Messerwerfer hin und machst es wie die Nicht-Lustig-Lemminge: dich wundern, falls er mal tatsächlich NICHT trifft. Du verteidigst deine nervige Art, Pommes nur in knusprig zu verzehren, als hinge dein Leben davon ab. Aber dein Leben verteidigst du gegen ihn so gar nicht. Denk mal drüber nach. Steh mal genauso zu dir und deinen Emotionen wie zu deinen Pommes!"

Gefangen in dir

Gefangen

Zelle für Zelle

Gitter für Gitter

reib ich mich an dir wund

reib ich mich an uns wund

Tat es anfangs gut

tut es nur noch weh

Gefangen in deinen Worten

Brech ich aus

holst du mich zurück

Unsere Freundschaft -

ein Gefängnis

Meine Liebe -

mein Verhängnis

 

Unser Umgang -

kein Kleinod

Meine Hingabe -

mein Tod

Paula in Berlin: Introduction

(ab heute gibt es eine neue Kategorie auf meinem Blog: Paula in Berlin. Paula erzählt hier von ihren [nicht meinen!] Abenteuern, die sie als Single in der Großstadt erlebt.)

 

Freitag abend, 19:00: "Hallo mein Name ist Paula und ich habe ein Vertrauensproblem."
Ich fühle mich wie bei den anonymen Alkoholikern, nur dass ich Bier trinken darf. Darf ich vorstellen? Mein Unwort des Jahres: Vertrauensvorschuss. Mann muss sich dieses Wort schön langsam auf der Zunge zergehen lassen - V E R T R A U E N S V O R S C H U S S. Schön, nicht? Ich bin 30 und Single in Berlin. Single und Berlin und Vertrauensvorschuss. Das ist als würde man Zyankali und Dynamit frühstücken und sich wundern, wieso man Magenschmerzen hat. Oder keinen Magen mehr.

Leni im rosa Pulli

60 Minuten warten in der Kälte am Ostkreuz. Zwei weggedrückte Anrufe. Ein Strongbow Cider später sitze ich allein in der kleinen Metalkneipe. Hab mich allein auf den Weg gemacht, Berlin zu entdecken. Immer wieder kopfschüttelnd. Vom Egoismus und der Feigheit der Menschen verwundert.
Ich muss auf dieToilette, frage das nette Mädel im rosa Pulli in der Metalkneipe ob sie auf meine Jacke aufpasst. Tut sie.
Leni im rosa Pulli, Modedesign-Studentin, trinkt vermutlich etwas zuviel - jedenfalls weit mehr als ich. 3 Mexikaner später schauen wir einträchtig zusammen das WM-Spiel. Wir reden nicht viel. Sie raucht. Ich bin in Gedanken. Aber nicht alleine. Leni im rosa Pulli, mit dem niedlichen Grinsen. Sie ist noch niedlicher, als sie sich darüber aufregt, dass mich der Kerl versetzt hat. Mir geht das nicht nahe, Kapitel abgehakt. Aber das menschliche Versagen dahinter - spüre ich noch auf dem Nachhauseweg in den Knochen. Und im Herzen.
Und dann denke ich mir:
Warum Emotionen an einen Vollpfosten verschwenden, wenn ich doch weiter inbrünstig meinen besten Freund lieben kann...

Used to...

usedto

 

Ich war es schon so gewöhnt...diesen Schmerz zu spüren. Dieses latente Ziehen im Bauch - aber auf die ungute Art. Es gehörte schon so zu meinem Leben, dass ich - an den guten Momenten - die gänzlich ohne dich - oft verwirrt innehielt, meinen Puls prüfte und erstaunt feststellte, wie quicklebendig ich bin. Ich existierte weiterhin. Klar, ich vermisste dich. Aber scheinbar hab ich mich mehr vermisst. Da ist keine Aufregung, keine Wut. Kein Vorsatz, dich nicht mehr zu sehen - wir wissen ja, das funktioniert nie - es ist schlicht passiert. Ich muss mich natürlich erst noch daran gewöhnen, dich nicht als Erstes anzurufen, dich bei jeder Idee teilhaben zu lassen. Aber es lässt nach. Sicher - dich spontan nach etwas zu fragen, kam vor. Aber es kommt viel öfter vor, dass ich einfach froh bin, zu leben. Ohne dieses Ziehen. Es fühlt sich leicht an, schwerelos - vielleicht auch deshalb zweifle ich ab und an an meiner Existenz - aber es fühlt sich gut an. Nicht überschwänglich, motivationsvoll dramatisch gut. Nein, einfach. Schlicht. Unaufdringlich gut. Und es ist immer einfacher "nein" zu sagen. Hauptsächlich natürlich zu mir selber, wenn ich mal wieder in Versuchung komme, dich auf ein Bier einzuladen. Einen Film. Es ist im Grunde ganz einfach. Ich muss nur an die eiserne Wand denken, die dann zwischen uns auf dem Sofa wäre. Das Ziehen würde lauter, zu einem Stechen, mir würde kalt ums Herz werden. Du würdest den Film sehen - ich sähe das, was ich mit dir nicht haben kann - Nähe und Liebe.

Daddy

Über meine irrationale Liebe zum Annett Louisan (welch wahnsinns Frau!) hab ich ja euch schön ofter zugetextet. Über den Vatertag hab ich ebenfalls schon einmal ein wenig Lyrisches von mir gelassen, hier z. B. Und heute?

Sag ich einfach nur Danke an Annett für das wunderschöne Lied, das mir aus der Seele spricht...

 

*Und ich hab jemanden gefunden, den es stört....

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